Jahrgang 59
Nr. 6/2005 Dezember
DIE NEUE ORDNUNG

Werner Höbsch

Diffamierter Dialog

Hans-Peter Raddatz und das christlich-islamische Gespräch

Diejenigen, die sich heute im interkulturellen und interreligiösen Dialog mit dem Islam engagieren, sehen sich starkem Gegenwind ausgesetzt. Wurden unmittel-bar nach den Anschlägen vom 11. September 2001 zahlreiche Dialoginitiativen gestartet und vor einer allgemeinen Verurteilung des Islam als einer gewaltberei-ten Religion gewarnt, sehen sich die Befürworter eines Dialogs mit Muslimen heute nicht nur kritischen Fragen, sondern schwerwiegenden Beschuldigungen ausgesetzt. Realitätsverlust, Verblendung oder gar Kollaboration mit gewalttäti-gen Islamisten werden ihnen vorgeworfen. Der Islam ist obsolet geworden, Mus-lime werden in Deutschland als „unheimliche Gäste“ betrachtet. Auch in den Kirchen werden Stimmen laut, die diese Kritik an den in Deutschland lebenden Muslimen und an den Dialoginitiativen aufnehmen. Von Blauäugigkeit im Dia-log und interreligiöser Schummelei ist die Rede. Dort, wo Muslime sich offen in den Dialog einbringen, wird ihnen oftmals Verstellung und Täuschung vorge-worfen. Muslime seien dialogunfähig und beteiligten sich in westlichen Ländern lediglich aus taktischen Gründen an Gesprächen. Ihr wirkliches Ziel sei die Isla-misierung Deutschlands und Europas.

Wanderlegenden, die sich zwischenzeitlich gebildet haben und deren Ursprung niemand mehr genau kennt, sollen die islamkritische Position untermauern und gleichzeitig die Naivität von christlichen Dialogbefürwortern herausstellen. So macht seit geraumer Zeit eine von Bassam Tibi verbreitete Episode die Runde, welche diese Naivität beweisen soll. In ihrer ursprünglichen Version teilt Tibi mit, daß der Bischof von Hildesheim bei einem Moscheebesuch das Heilige Buch der Muslime, den Koran, als Geschenk erhalten habe, der Imam jedoch die Bibel als Gegengabe abgelehnt hätte. Unter der Überschrift „Selig sind die Be-trogenen“ wurde diese Aussage in einem Artikel der Wochenzeitung „Die Zeit“ (29.05.2002) verbreitet und verschiedentlich unverändert nachgedruckt. Auf Anfrage teilte das Presseamt des Bistums Hildesheim jedoch mit, daß dem Bi-schof solches nie widerfahren sei. In der jüngsten Version verbreitet Tibi weiter-hin diese Geschichte, allerdings mit einer kleinen, aber wesentlichen Änderung: Aus dem „Bischof von Hildesheim“ ist zwischenzeitlich ein nicht näher benann-ter „Pfarrer“ geworden.1

Seit der Ermordung des niederländischen Regisseurs Theo van Gogh im Novem-ber 2004 werden die Anwürfe gegen die Muslime und gegen den Islam nicht nur in den Niederlanden, sondern auch in Deutschland noch heftiger. Das Scheitern der „multikulturellen Gesellschaft“ wird konstatiert und die Integrationsbemü-hungen für gescheitert erklärt. Muslime im Westen sehen sich generellem Terro-rismusverdacht ausgesetzt, etwa wenn Bernard Lewis in einem Interview mit der Zeitung Die Welt pauschal islamische Minderheiten und Konvertiten Europas beschuldigt, bewußte Verbündete von al-Qaida zu sein.2

Ein düsteres Szenario vom „Krieg in unseren Städten“3 wird entfaltet. Die in Deutschland lebenden Muslime werden als „aggressive Minderheit“ bezeichnet, die „mittels fortgesetzter Einschüchterung der genuinen Bevölkerung und ‚Krieg in den Städten’ nichts weniger als die ‚Machtübernahme’ (mit Einführung der ‚Sharia’, des barbarischen islamischen ‚Rechts’) vorbereitet.“4 Es wird vor zu viel und falsch verstandener Toleranz gewarnt, die den Boden für diese Situation bereitet habe.

Ein Name, auf den sich Islamkritiker gerne berufen, ist Hans-Peter Raddatz. Er gilt im nationalen wie internationalen Kontext als ausgewiesener Kenner des Islam, dessen Urteil Gewicht in der Öffentlichkeit hat, auch in kirchlichen Krei-sen und Medien. Tatsächlich ist der Orientalist Hans-Peter Raddatz einer der schärfsten Kritiker des Islam; mit umfangreichen Büchern über den Islam möch-te er zur Aufklärung über diese Religion beitragen und zieht gleichzeitig gegen die – wie er es nennt – „Dialogindustrie“ zu Felde. Das erste Buch seiner Trilo-gie trägt den Titel Von Gott zu Allah? Christentum und Islam in der liberalen Fortschrittsgesellschaft; der Titel des zweiten lautet Von Allah zum Terror? Der Djihad und die Deformierung des Westen; das dritte in dieser Reihe ist Allahs Schleier. Die Frau im Kampf der Kulturen, alle im Herbig-Verlag, München, erschienen.5 Raddatz hat mit seinen Werken von vielen Seiten Beachtung erfah-ren: Über sein erstes Buch schreibt Gernot Facius: „Dieses Buch stört, weil es darauf aus ist, Illusionen zu zerstören. Es fährt wie ein Blitz in die Biedermeier-Idylle der christlich-islamischen Dialogkultur, die den Kampfcharakter des Islam beharrlich negiert.“ (Die Welt 06.10.2001) Josef Schmid kommt in einem Beitrag des DeutschlandRadio Berlin zu dem Schluß: Hans-Peter Raddatz hat „ein en-zyklopädisches Werk vorgelegt, wozu nur wenige befähigt sein dürften.“ (DeutschlandRadio 17.08.2001) Kritisch ablehnend haben sich der Jesuitenpater Christian W. Troll in der Zeitschrift Stimmen der Zeit (2/2002)6 und Hansjörg Schmid in Theologische Revue (3/2004)7 geäußert.

Der Islamwissenschaftler Tilman Nagel beendet seine positive Rezension mit der Frage: „Wie wäre es, wenn die Dialogfreunde doch einmal innehielten und über sich selber und ihr Tun nachdächten? Dem Buch von Raddatz könnten sie wert-volle und fundierte Anregungen hierfür entnehmen!“ (Junge Freiheit 13.07.2001)

Grund genug für einen, der auf katholischer Seite im „Dialoggeschäft“ tätig ist, den Rat von Tilman Nagel anzunehmen und sich aufmerksam und intensiv mit dem Inhalt der Bücher von Raddatz zu befassen, besonders mit den Passagen, die die Stellung und den Beitrag der katholischen Kirche im interreligiösen und speziell im christlich-islamischen Dialog analysieren und beurteilen.

Anliegen und Anspruch der Bücher von Raddatz

Eine zentrale These von Raddatz lautet: Der Westen sieht sich einer extremen Expansion des Islam gegenüber. Ziel des Islam ist, den Westen zu islamisieren, die Scharia einzuführen und die christlichen Werte und Grundlagen des Abend-landes durch die des Islam zu ersetzen. Der Buchtitel Von Gott zu Allah „deutet bewußt die Möglichkeit der Entwicklung von einer Gottesvorstellung zu einer anderen an.“8 Während sich das Christentum im Westen in einer Krise befindet und die Zahl der Gläubigen schrumpft, gewinnt der Islam an Einfluß und Stärke. In dieser Situation will Raddatz die Gründe aufzeigen, „die die Einrichtungen des Dialogs und die gesellschaftlich Verantwortlichen offensichtlich daran hin-dern oder es ihnen zumindest erschweren, die ihnen anvertrauten Menschen über die Strukturen des Islam und ihre Langzeiteffekte rational aufzuklären.“9

Für seine Ausführungen reklamiert Raddatz seriöse Wissenschaftlichkeit. Wäh-rend die Dialogbefürworter „die auffallend stereotypen Feindbilder und Zwangs¬muster des interkulturellen Dialogs“ pflegen, will sich Raddatz „nicht der glei-chen, unpräzisen Begriffsschablonen bedienen, wie sie im Dialogbetrieb üblich sind.“10

So sollen die von Raddatz vorgelegten Ergebnisse „weder die persönliche Mei-nung des Verfassers, noch die herrschende Meinung einer zeitgerecht opportunen Interessenrichtung, sondern faktenbedingte Realitäten widerspiegeln.“11 Ziel der Bücher soll eine wissenschaftlich fundierte Information sein, besonders für jene Leser, die durch die bisherige innergesellschaftliche Islamdiskussion nicht zu-friedenstellend informiert wurden. Dieses Anliegen einer fundierten, kritischen Auseinandersetzung, die ihre Darlegung auf zuverlässige Quellen und ihre Ana-lyse auf Rationalität und nicht auf persönliche Vorurteile stützt, ist nur zu begrü-ßen. Hans-Peter Raddatz ist ganz und gar zuzustimmen, wenn er mit Blick auf den Islam und die Dialoginitiativen eine differenzierte Sichtweise und ein von Emotionen freies sowie ein an Fakten orientiertes Urteil für unerläßlich hält.

Dialog versus Wahrheit

Einen besonders kritischen Blick richtet Raddatz auf die Dialoganstrengungen der katholischen Kirche. Ein umfangreiches Kapitel in seinem Buch Von Gott zu Allah? ist überschrieben „Interreligion – der kirchlich-islamische Dialog“.12 Auch an zahlreichen anderen Stellen dieses Buches wie auch der nachfolgenden Bücher rekurriert Raddatz auf den interreligiösen Dialog der katholischen Kir-che. Besonders diese Abschnitte sollen genauer analysiert und die Haltbarkeit der Thesen überprüft werden. Welche Fakten werden vorgebracht und welche Schlüsse daraus gezogen?

Nach Raddatz – das ist seine zentrale These – läßt sich an der Entwicklung der katholischen Kirche im 20. Jahrhundert „der epochale Wandel von einer Offen-barungsreligion zur liberalen Ideologie eines sich zum Islam entgrenzenden, päpstlich propagierten Religionsglaubens ungewöhnlich klar nachzeichnen.“13

Ursprünge dieses Wandlungsprozesses sieht Raddatz in der Übernahme moder-nistischer Auffassungen durch die katholische Kirche seit dem 20. Jahrhundert.

Bis zu den Wegbereitern des Zweiten Vatikanischen Konzils wurde seitens der Kirche Widerstand gegen den Modernismus geleistet, bis dieser letztendlich durch die Nouvelle Théologie innerhalb der Kirche akzeptabel wurde. Maurice Blondel, Henri de Lubac, Teilhard de Chardin, aber auch Hans Urs von Baltha-sar und Karl Rahner nennt Raddatz ausdrücklich als Wegbereiter des epochalen Traditionsbruchs. Diese Theologen sollen mit ihren Ideen und ihrer Theologie den Grundstock für die Veränderung des Glaubens und der Lehre der katholi-schen Kirche zu einer „liberalen Ideologie“ gelegt haben. Die Saat dieser Gedan-ken konnte aber erst aufgehen und in der katholischen Kirche zu tatsächlichen Umwälzungen führen, als die Päpste selbst sich die neuen Sichtweisen zu eigen machten. „Wenn bislang die Glaubenserosion durch die Vertreter der Neuen Theologie gegen den Widerstand der vorkonziliaren Päpste angetrieben worden war, so hatte sich nun das päpstliche Lehramt erstmals selbst – und dies massiv und unabweisbar mit voller Absicht – in die Förderung der innerkirchlichen Auflösung eingeschaltet.“14

Worin besteht diese „Auflösung“ der katholischen Kirche? Die Antwort von Raddatz ist einfach: Die Kirche hat ihre eigenen dogmatischen Grundlagen ver-lassen, die Wahrheit der Offenbarung wurde aufgegeben und „mutierte in ein multiformes Werden, das einen neuen, kollektiven Glauben an die Gesamtheit und zukünftige Gemeinsamkeit der vielen Wahrheiten und Seinsformen in den Religionen und Lebensweisen der Menschen forderte.“15 An die Stelle der Wahrheit trat der Dialog, der laut Raddatz zum „neuen Metadogma“ wurde. „Dieses Metadogma diktierte den Verzicht auf eigene Wahrheiten, um sich den Wahrheiten des Anderen zu nähern.“16 Das Zweite Vatikanische Konzil markiert eindeutig den Bruch mit der überlieferten Lehre der Kirche. Besonders die Kon-zilserklärungen Gaudium et spes, Nostra aetate und Dignitatis humanae machen diesen Bruch offenkundig. Raddatz wirft den Verantwortlichen in der katholi-schen Kirche vor, im und nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil Positionen eingenommen zu haben, die der heutigen Pluralistischen Religionstheologie entsprechen.17

Für Raddatz sind „Wahrheit“ und „Dialog“ diametral entgegengesetzt, sie schließen sich gegenseitig aus. Entweder steht ein Mensch oder die Kirche in der Wahrheit, dann ist kein Dialog vonnöten, oder es wird Dialog betrieben, dann ist die Wahrheit bereits relativiert und aufgegeben. Der Dialog mit anderen Religio-nen erscheint in dieser Sicht als Verrat an der Wahrheit des Glaubens.

Papst Johannes Paul II. als Wegbereiter eines „Chrislam“

Eine Person hat nach Raddatz den Auflösungsprozeß der katholischen Kirche besonders forciert: Karol Wojtyla. In seinem Werdegang vom Studenten der Philosophie und Theologie bis zur Papstwahl sieht Raddatz das Programm vor-bereitet, das er als Papst Johannes Paul II. umsetzte. Karol Wojtyla soll sich als Student mit Esoterik und Theosophie befaßt und sich deren Anschauungen zu eigen gemacht haben. Doch erst auf dem Stuhl Petri konnte er, so Raddatz, seine theosophisch geprägten Ansichten in die Kirche einbringen und verankern. „Die vom Konzil freigesetzte neue Liberalität konnte in Gestalt eines theosophisch konditionierten Papstes Karol Wojtyla mit traditionell dogmatischer Autorität ausgestattet und der Kirche als zeitgerecht verbindlicher Glaube verstärkt vermit-telt werden.“18

Den augenfälligen Beweis für diese Behauptung sieht Raddatz in der Einladung des Papstes zu den Treffen der Religionen der Welt in Assisi und in den Treffen selbst (1986 und 2002). Darin erkennt er die Abkehr von einer Jahrhunderte dauernden Tradition hin zu einer „neukatholischen Ideologie“ überdeutlich, die Grenze zum Synkretismus ist für ihn mit den Zusammenkünften von Assisi au-genfällig überschritten. „Das Neue an Wojtylas Glaubensauslegung ist der Wan-del von Ursprung und Richtung des katholischen Systems zur neukatholischen Ideologie.“19

Raddatz beschuldigt Papst Johannes Paul II., die Glaubensbasis der katholischen Kirche zerstört zu haben. Der Glaube an Gott als den dreieinen sei zugunsten islamischer Gottesvorstellungen, in denen Trinität keinen Platz hat, aufgegeben worden. Theologisch ging es der „konziliaren Kirche“ um „die Angleichung des trinitarischen Christengottes an den antitrinitarischen Allah als Grundlage einer elitären, globalistischen Machtstrategie unter Einschluß der islamischen Füh-rungsebenen.“20 Eine neue Mischreligion sei kreiert worden, die von Raddatz als eine Art von „Chrislam“ bezeichnet wird – in seinem Buch Von Gott zu Allah? noch in Anführungszeichen gesetzt, in folgenden Büchern ohne. Nach Raddatz hat sich eine „islamähnliche Glaubensform“ des „Islamdialogs“ entwickelt, die authentisches Christentum ablehnt, ständig nach „Gemeinsamkeiten mit dem Islam“ sucht und zu einer Religionsmischung vordringt, die den Namen „Chris-lam“ verdient.

Das Konzil und die nachkonziliaren Lehrschreiben vollziehen nach Raddatz eine „Liberalisierung der Wahrheit“ und eine „Islamisierung der Offenbarung“. Schon hier sei angemerkt, daß weder die entsprechenden Konzilsdokumente noch die nachkonziliaren apostolischen Lehrschreiben in angemessener Weise dargestellt und aufgegriffen wurden.

Ist die unsachliche, verzerrende Darstellung des Konzils und der Kirche seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil im ersten Buch schon unerträglich, so steigert sich Raddatz in seinem zweiten Buch in den Diffamierungen. Inhaltlich wird zur Theologie und Praxis des Dialogs der katholischen Kirche nichts Neues ausge-führt, nur der Ton wird noch schärfer. So wird Papst Johannes Paul II. verant-wortlich gemacht für viele negative Entwicklungen der letzten Jahrzehnte, er wird von Raddatz nicht nur als Wegbereiter eines weltweit agierenden, gewalt-samen Islam beschuldigt, sondern auch als Kollaborateur mit Wirtschaftskrimi-nellen, mit Freimaurern und mit der Mafia verleumdet und beschimpft als „päpstlicher Virtuose des kollektiven Bewußtseinszwangs, als besonders wert-volles Zugpferd für die Interessen der globalen Oligarchie ... Mit seinen gezielten Sentenzen für die Entkräftung des trinitarischen Glaubens und die nahezu sakrale Rolle des globalen Profits hatte Wojtyla wichtige Schritte unternommen, die Kirche mit der Zivilreligion seiner masonischen Brüder zu verähnlichen.“21 Nur noch zur Hetze werden die Ausführungen von Raddatz, wenn er schreibt: „Kein Papst, kein Kardinal, kein Politiker ist so umfassend für die Interessen des Islam, des Wirtschaftsliberalismus, der Mafia und der Freimaurerei eingetreten, wie Papst Johannes Paul II., der esoterisch geschulte Karol Wojtyla.“22 Aus diesen Zitaten spricht nicht die Stimme eines sachlich argumentierenden Wissenschaft-lers, sondern die eines üblen Polemikers, der in Johannes Paul II. nicht nur einen Wegbereiter des Islam im Westen, sondern ebenso des „globalen Kapitaldiktates der Neuen Weltordnung“ sieht.

Wie konnte Papst Johannes Paul II. die radikale Richtungsänderung durchset-zen? Nach Raddatz ganz einfach: Er konnte den Dialog mit dem Islam mühelos den „notorisch infantilisierten Katholiken“23 als sorgsam bewahrtes Glaubensgut vermitteln. Traditionell seien die Katholiken autoritätshörig und orientierten sich ohne Nachdenken an dem, was ihnen das Lehramt vermittle. Aus diesem Grund habe der Liberalismus des Konzils und Johannes Pauls II. die gewachsenen Machtstrukturen in seinem Sinne nutzen können. Mit Bezug auf Eugen Drewer-mann spricht Raddatz vom „Amtsterror“; als dessen Ergebnis entsteht „sowohl ein militärisch organisierter Klerus, als auch eine Glaubensgemeinschaft von hoher, kritikloser Loyalität. In einer tiefgreifenden, pathologischen Infantilisie-rung läßt sich die Mehrheit in eine umfassende Entmündigung führen, die von der ‚heiligen Vaterschaft’ des Papsttums ausgeht und sich über die Stufen der klerikalen Gehorsamshierarchie bis in die Pfarreien fortsetzt.“24

Strukturell gleichen sich die heutige katholische Kirche und der Islam. „Glau-bensdiktat“ und „entmündigte Gläubige“ sichern nach Raddatz in der Kirche und im Islam die „elitäre Macht über entmündigte Massen und finden hier ihre histo-rische und aktuelle Gemeinsamkeit.“25

Verschwörungstheorien

Eine weitere entscheidende Ursache für die innere Entwicklung der Kirche sieht der Autor in der Hinwendung der katholischen Kirche zum Freimaurertum. Ver-schiedentlich weist Raddatz auf die Unterwanderung der katholischen Kirche bis in höchste Kreise durch die Freimaurer hin. Die katholische Kirche habe dabei nicht nur libertinistische Positionen der Freimaurer wie etwa die Anerkennung der Religionsfreiheit übernommen, sondern sich auf der Leitungsebene mit den Freimaurern verschwistert, ja ein Großteil der führenden Persönlichkeiten der katholischen Kirche seien Freimaurer. „Die liberalistische Gegenmacht war in der Kirche angekommen, etwa ein Drittel der Kurie gehörte ihr selbst an.“26 Wie Raddatz auf die Größenangabe kommt, bleibt sein Geheimnis, in der von ihm angegebenen Quelle findet sich die Angabe nicht.

Ein Beispiel für den blinden Glauben an die Macht der Freimaurer und ihren Einzug in den Vatikan, aber auch für die fehlende wissenschaftliche Qualität der Arbeiten von Raddatz ist seine Behauptung, bereits Papst Johannes XXIII. habe erklärt, „daß ein Katholik auch Freimaurer sein könne“.27 Als Beleg verweist Raddatz auf eine Anmerkung im Buch von E. R. Carmin.28 Schlägt man im Buch von Carmin die angegebene Anmerkung nach, so findet man dort statt eines Beleges lediglich wiederum einen Verweis, diesmal auf das Buch von David Yallop: Im Namen Gottes?29 In diesem Buch wird auf den angegebenen Seiten spekuliert über Verbindungen der Päpste zu den Freimaurern, aber auch hier findet sich kein Beleg für die angebliche Äußerung von Papst Johannes XXIII.

Abenteuerliche Spekulationen und diffamierende Verdächtigungen treten bei Raddatz an die Stelle von wissenschaftlich gesicherten Belegen. Nicht nur, daß Raddatz angibt, Johannes XXIII. habe „Priesterschaft und Loge als miteinander vereinbar erklärt“, von Paul VI. behauptet er: Er „war schon von Studienzeiten an Mitglied der Loge und Johannes Paul II. wurde von den Mafia-Freimaurern in Palermo als ‚ihr Bruder’ (fratello) begrüßt.“30 Und vom Wiener Kardinal Schön-born weiß Raddatz zu berichten, daß dieser über seinen Vater in Verbindung zum Masonismus geriet. In diesen Darlegungen folgt Raddatz den Verschwö-rungstheorien von Carmin, Yallop, I. Millenari31 u.a.

Wenn Raddatz ausführt, daß mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil die Erklä-rungen der katholischen Kirche zum Freimaurertum unvermittelt aufhören32, irrt Raddatz. In der Declaratio de associationibus massonicis der Kongregation für die Glaubenlehre vom 26.11.198333 wird das Verbot der Mitgliedschaft eines Katholiken in der Freimaurerei, wie es die Deutsche Bischofskonferenz am 12.5.1980 ausgesprochen hat, für die Weltkirche übernommen.

Ein Beispiel für abstruse Verschwörungs- und Kollaborationstheorien, denen Raddatz bereitwillig folgt, bietet die verleumderische Behauptung, Papst Paul VI. habe „als Substitut Montini bei Pius XII. und Kollaborateur der CIA eine Liste von etwa 1500 geheim geweihten Priestern an den KGB übermittelt und damit deren Leben verwirkt. Ihre sofortige Hinrichtung bzw. langsamere Ver-nichtung durch Folter und Tod im Gulag besserte Montinis Ehrbilanz in der kurialen Machtdialektik offenbar so stark auf, daß er nach Beförderung zum Bischof von Mailand und dem Tod Papst Johannes XXIII. 1964 zum Papst ge-wählt werden konnte.“34

Wer solche gravierenden und ungeheuerlichen Vorwürfe erhebt und Wissen-schaftlichkeit als Grundlage seiner Publikation reklamiert, muß diese exakt bele-gen. Schon ein Blick in die Quellen zeigt das unseriöse Vorgehen des Autors. Bei seinem Vorwurf stützt sich Raddatz allein auf eine Erzählung eines römi-schen Prälaten, die in dem Buch Wir klagen an – zwanzig römische Prälaten über die dunklen Seiten des Vatikans von I. Millenari zu lesen ist.35 Den Namen des römischen Prälaten erfährt man nicht, wohl aber, daß der um Mittag genos-sene Wein „den lebenserfahrenen Prälaten gelockert und fröhlich gestimmt“36 habe. Und weiter ist zu lesen: „Plötzlich verlangsamt er seinen Schritt, lächelt arglistig, legt den Finger auf den Mund und läßt sich äußerste Verschwiegenheit zusichern: ‚Das ist kein Märchen, was ich euch jetzt erzählen will, es ist eine wahre Geschichte, aber nicht zum Weitererzählen! ... Ihr wißt natürlich, weshalb Papst Pacelli seinen engen Mitarbeiter Montini vom stellvertretenden Staatssek-retär zum Erzbischof von Mailand degradierte?’“37 Es folgt dann die Geschichte vom angeblichen Verrat Montinis. Im Buch von I. Millenari wird Montini durch seine Ernennung zum Erzbischof „degradiert“, bei Raddatz jedoch „befördert“.

Ein weiterer Beleg für die Unzuverlässigkeit von Raddatz: Wie oben erwähnt, schreibt Raddatz über Montinis Verrat von im Untergrund geweihten Priestern an den KGB. In seinem Buch Von Gott zu Allah? heißt es: „Die Zahl derer, die sofort hingerichtet oder Opfer von Haft und Folter wurden, ist nicht bekannt.“38 In seinem nachfolgenden Buch schreibt er, Montini hätte „eine Liste von etwa 1500 geheim geweihten Priestern an den KGB übermittelt und damit deren Le-ben verwirkt.“39 In beiden Fällen wird jeweils die gleiche Quelle, nämlich I. Millenari, angegeben, in der sich allerdings keine Zahlenangabe findet.

Die Quellen, die Raddatz aufgreift und zitiert, sind eine merkwürdige Mischung von einerseits antiklerikalem und antikirchlichem, andererseits esoterisch-okkultem Schrifttum, von Verschwörungstheorien und Enthüllungsjournalismus sowie von Büchern und Schriften der Lefèbvre-Bewegung bzw. ihres geistigen Umfelds. In dem mehrbändigen Werk von Johannes Dörmann: Der theologische Weg Johannes Pauls II. zum Weltgebetstag der Religionen in Assisi40 hat Rad-datz ebenso eine reiche Fundgrube für seine Kirchenkritik wie im Buch von Daniel le Roux: Petrus, liebst du mich?, das in deutscher Übersetzung von der Priesterbruderschaft St. Pius X. (Stuttgart 1990) herausgegeben wurde. In beiden Autoren hat Raddatz seine theologischen Gewährsleute.

Auch Le Roux stellt Johannes Paul II. in die Nähe der Freimaurer, deren Pro-gramm der Papst durch seine Handlungen und Schriften angeblich unterstütze. Le Roux ist es auch, der in UNO oder UNESCO „freimaurerische Organisatio-nen“ sieht.41

Insgesamt sieht der katholische Traditionalismus im Zweiten Vatikanischen Konzil den Boden zu einer universalen Religion bereitet, in die hinein sich das Christentum auflöst und auf dem Weg dorthin stelle Assisi einen Meilenstein dar. Daß es in Assisi weder 1986 noch 2002 ein gemeinsames Gebet der Religi-onen gab, noch als Ziel des interreligiösen Dialoges eine Vermischung der Reli-gionen jemals angestrebt war, kommt weder in der Lefebvre-Bewegung noch bei Raddatz in den Blick.

Schon bei der Darlegung der Fakten stützt sich Raddatz auf für einen Historiker völlig unseriöse Quellen und reichert seine Darstellung mit Verschwörungstheo-rien aus dem esoterisch-okkulten Bereich an. Eine seiner bevorzugten Quellen, deren Inhalt er ungeprüft übernimmt, ist E.R. Carmin: Das schwarze Reich – Geheimgesellschaften und Politik im 20. Jahrhundert, zuerst 1994 im Verlag Ralph Tegtmeier erschienen.42 E.R. Carmin ist ein Pseudonym, dessen Buch beweisen will, daß die okkult-esoterischen Grundlagen und Bestandteile des Nazi-Reiches auch heute wirksam sind. Hohe Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kirche hätten sich zusammengeschlossen, um „die Neue Weltordnung“ durchzusetzen. Insbesondere die letzten Päpste und die vatikanischen Finanzver-treter seien in diese Machenschaften verstrickt. Raddatz nimmt diese Verschwö-rungstheorien bereitwillig auf.

Auch bietet das von Raddatz als Quelle benutzte Buch von I. Millenari: Wir klagen an, das – so im Untertitel – „über die dunklen Seiten des Vatikans“ auf-klären will, Verschwörungstheorien und bedient Phantasien zu einigen gängigen Klischees von Skandalen und Verbrechen des Vatikans.

Seriöse Texte wie etwa die Grundlagentexte der katholischen Kirche zur Thema-tik läßt Raddatz völlig außer acht. Selbst Erklärungen wie Dominus Iesus – Über die Einzigartigkeit und die Heilsuniversalität Jesu Christi und der Kirche der Kongregation für die Glaubenslehre vom 6.8.2000, die sich klar und eindeutig gegen die Pluralistische Religionstheologie wenden, sieht Raddatz negativ, sie bestätigen – auch wenn er konstatieren muß, daß sie die trinitarischen Grundla-gen des Glaubens und die Singularität der Offenbarung gegen jeden Relativis-mus bekräftigen – „nicht nur die strukturelle Glaubensmanipulation, sondern sind allenfalls geeignet, die latente Selbsttäuschung über eine erneute Spaltung, das gefürchtete Schisma, zu verlängern“.43 Andere kirchenamtliche Aussagen werden unvollständig und fehlerhaft zitiert wie eine Stelle aus der Konzilserklä-rung Dignitatis humanae.44 Ist es Arroganz oder ideologische Verengung, die Raddatz veranlassen, auf fachliches Einbeziehen dieser Quellen und sachgerech-te Replik zu verzichten? Oder sollte er die Inhalte dieser grundlegenden kirchli-chen Dokumente tatsächlich nicht kennen?

Resümee

Vergleicht man die Arbeiten von Raddatz mit dem von ihm formulierten An-spruch, so wird man mit Blick auf die Kapitel zur katholischen Kirche und deren Dialogansatz feststellen müssen, daß der Autor seinem Anspruch in keinem Punkt gerecht wird.

Die Analysen sind wissenschaftlich nicht belegt, die Schlußfolgerungen fahrläs-sig und die hoch gelobten Werke interessengeleitet; aber genau das wirft Raddatz seinen Gegnern immer wieder vor. Raddatz informiert nicht, sondern diffamiert, polarisiert und verleumdet – in Gewand des wissenschaftlich fundierten Kenners.

Raddatz lehnt den interreligiösen Dialog im generellen und den christlich-islamischen Dialog im besonderen gänzlich ab, ohne eine Alternative zu benen-nen. Die Dialogtheologie, wie sie etwa in dem vom Päpstlichen Rat für den inter-religiösen Dialog und der Kongregation für die Evangelisierung der Völker he-rausgegebenen Dokument Dialog und Verkündigung45 vertreten wird, beachtet Raddatz nicht. Besonders in dieser Schrift wird das Verhältnis von Dialog und Wahrheit, von Begegnung mit nichtchristlichen Religionen und Verkündigung des Evangeliums thematisiert. Für Raddatz bleiben Dialog und Wahrheit entge-gengesetzt, sie schließen sich gegenseitig aus.

Durch sein diffamierendes und unseriöses Vorgehen disqualifiziert sich Raddatz als wissenschaftlicher Ratgeber in Fragen des christlich-islamischen Dialogs. Erschreckend ist, wie er mit seinen Äußerungen das Klima für interreligiöse Begegnungen und Gespräche in vielen christlichen Gemeinden und kirchlichen Kreisen, aber auch in der Gesellschaft vergiftet. Er trägt zu Polarisierungen bei, wo Begegnungen entspannend wirken können. Das Problem in einer multireligi-ösen Gesellschaft ist nicht der Dialog, sondern die Dialogverweigerung – egal auf welcher Seite.

Nicht allein die besprochenen Passagen der Bücher von Raddatz sind ein Skan-dal, sondern ebenso die Tatsache, daß Raddatz mit seinen Thesen zum Dialog in vielen – gerade auch christlichen – Publikationen ein offenes Ohr findet. Ist die Furcht vor dem Islam so groß, daß auch Verleumdungen von Päpsten und großen Theologen in Kauf genommen werden, wenn nur der Islam hart kritisiert und mit scharfen Worten der Dialog zurück gewiesen wird? Oder haben die Rezensenten und die, welche die Gedanken von Raddatz verbreiten, seine Bücher nicht oder nur oberflächlich gelesen?

Selbstverständlich ist Kritik, wenn sie sachgerecht vorgetragen wird, auch im christlich-islamischen Dialog willkommen und hilfreich. Hetze und Verleum-dungen aber muß entgegengetreten werden.

Anmerkungen

1) Tibi, Bassam, Selig sind die Betrogenen, in: Spuler-Stegemann, Ursula, Feindbild Christentum im Islam, Freiburg i.Br. 2004, 54-61.

2) Bernhard Lewis in einem Interview in Die Welt vom 28.07.2004 „Europa wird am Ende des Jahrhunderts islamisch sein“.

3) Vgl. Ulfkotte, Udo, Der Krieg in unseren Städten. Wie radikale Islamisten Deutschland unterwandern, Frankfurt 2003.

4) Alfred Locker, Ist der Islam zu überwinden?, in: Die Neue Ordnung 58 (4/2004).

5) Raddatz, Hans-Peter, Von Gott zu Allah? Christentum und Islam in der liberalen Fort-schrittsgesellschaft, München 2001; ders., Von Allah zum Terror? Der Dijhad und die Deformierung des Westens, München 2002; ders., Allahs Schleier. Die Frau im Kampf der Kulturen, München 2004.

6) Christian W. Troll SJ, Islamdialog: Ausverkauf des Christlichen? Anmerkungen zum Buch von Hans-Peter Raddatz, in: Stimmen der Zeit 2/2002.

7) Schmid, Hansjörg, Rezension des Buches: Raddatz, Hans-Peter: Von Gott zu Allah?, in Theologische Revue 3/2004, 237-239.

8) Vgl. Raddatz, Hans-Peter, Von Gott zu Allah?, a. a. O. 18.

9) ebd. 19.

10) ebd. 16.

11) ebd. 20.

12) ebd. 292-369.

13) ebd. 21.

14) ebd. 299.

15) ebd. 303.

16) ebd.

17) Vgl. ebd. 334f.

18) ebd. 306.

19) ebd. 317.

20) Raddatz, Hans-Peter, Von Allah zum Terror?, a. a. O. 132.

21) ebd. 242.

22) ebd. 243.

23) Raddatz, Hans-Peter, Von Gott zu Allah?, 323.

24) Raddatz, Hans-Peter, Von Allah zum Terror?, a. a. O. 238.

25) ebd. 241.

26) Raddatz, Hans-Peter, Von Gott zu Allah?, a. a. O. 353.

27) ebd. 304.

28) Carmin, E. R., Das schwarze Reich. Geheimgesellschaften und Politik im 20. Jahr-hundert, München 2000.

29) Yallop, David A., Im Namen Gottes? Der mysteriöse Tod des 33-Tage-Papstes Jo-hannes Paul I. – Tatsachen und Hintergründe, München 1984.

30) Raddatz, Hans-Peter, Von Allah zum Terror?, a. a. O. 237.

31) I Millenari, Wir klagen an. Zwanzig römische Prälaten über die dunklen Seiten des Vatikans, Berlin 1999.

32) Vgl. Raddatz, Hans-Peter, Von Gott zu Allah?, a. a. O. 294.

33) Kongregation für die Glaubenslehre, Declaratio de associationibus massonicis (26.11.1983), in: AAS 76 (1984), 300.

34) Raddatz, Hans-Peter, Von Allah zum Terror?, a. a. O. 237.

35) I Millenari, Wir klagen an, a. a. O.

36) ebd. 204.

37) ebd. 204f.

38) Raddatz, Hans-Peter, Von Gott zu Allah?, a. a. O. 304.

39) Raddatz, Hans-Peter, Von Allah zum Terror?, a. a. O. 237.

40) Dörmann, Johannes, Der theologische Weg Johannes Pauls II. zum Weltgebetstag der Religionen in Assisi, 2 Bde, Senden 1990-1998. Dieses mehrbändige Werk weist zwei Verlage auf: Sitta Verlag Senden, 1990 und © Eigenverlag (Autor), Herstellung und Vertrieb: Verlag Pro Fide Catholica, Anton Schmidt, Durach 1990.

41) Le Roux, Daniel, Petrus, liebst du mich? Johannes Paul II., Papst der Tradition oder Papst der Revolution, Stuttgart 1990, 109.

42) Carmin, E. R., Das schwarze Reich. A. a. O.

43) Raddatz, Hans-Peter, Von Gott zu Allah?, a. a. O. 369.

44) Vgl. ebd. 333. Hier verkürzt Raddatz ein Zitat aus Dignitatis humanae 3.

45) Päpstlicher Rat für den interreligiösen Dialog/Kongregation für die Evangelisierung der Völker, Dialog und Verkündigung. Überlegungen und Orientierungen zum interreligi-ösen Dialog und zur Verkündigung des Evangeliums Jesu Christi; Sekretariat der Deut-schen Bischofskonferenz (Hg.), Bonn 1991.

Werner Höbsch ist Diplom-Theologe und Leiter des Referates für Interreligiösen Dialog und Weltanschauungsfragen im Erzbistum Köln.

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